Klares Nein zum Aufzug

STADTLOHN Bei der Sanierung der Herta-Lebenstein-Realschule soll auch die Barrierefreiheit berücksichtigt werden. Eine Lösung über das an anderen Schulen übliche Maß hinaus wird es aber nicht geben.

Das zeichnete sich nach der vergangenen Sitzung des Bauausschusses ab. Dort hatte die FDP-Fraktion das Thema auf die politische Tagesordnung gebracht. Ihr Ziel: Im Zuge der energetischen Sanierung des Gebäudes sollte die barrierefreie Nutzung auch für behinderte Kinder sichergestellt werden.

Mit diesem Antrag griff die FDP das Thema noch einmal auf: Nicht zufrieden gestellt hatte die Liberalen eine Antwort auf eine entsprechende Anfrage im Ausschuss. Dort habe die Verwaltung gesagt, dass es lediglich um eine energetische Sanierung gehe. In der Vergangenheit habe es organisatorische Abstimmungsmaßnahmen gegeben, so dass der Unterricht bisher für alle Schüler habe gewährleistet werden können. Das reicht der FDP nicht aus. Ein Vorschlag: ein behindertengerechter Aufzug, um auch das Erreichen des ersten Stocks für Rollstuhlfahrer zu gewährleisten.

Die Haltung der Stadt dazu hatte sich nicht verändert: Eine Sanierung solle zwar so weit wie möglich behindertengerecht geplant und ausgeführt werden, etwa beim Bau neuer Türanlage: "Allerdings muss deutlich gesagt werden, dass die Mittel, die für die energetische Gebäudesanierung zur Verfügung stehen, nicht ausreichen, etwa eine kostenaufwendige Aufzuganlage zu finanzieren."

"Jetzt prüfen"

Für die FDP appellierte Jochen Wullers, gleichwohl unabhängig vom Konjunkturpaket jetzt zu prüfen, was in dieser Richtung baulich machbar und erforderlich sei. Dem sperrte sich auch die CDU nicht, gab aber eine klare Linie mit, die Gerda Perl formulierte: "Es soll im gleichen Maße wie bei den anderen Schulen vorgegangen werden - nicht mehr." Einen Aufzug gebe es auch für andere Schulen in Stadtlohn nicht: "Sicher sollten wir alle Alternativen prüfen. Aber es muss bezahlbar bleiben. Es ist jedenfalls noch kein behindertes Kind von der Herta-Lebenstein-Realschule abgewiesen worden." "Wir haben uns im Punkt der behindertengerechten Gestaltung bei der Sanierung der Losbergschule genau an die geltenden gesetzlichen Vorschriften gehalten, und Sie können sicher sein, dass wir das auch bei der Herta-Lebenstein-Realschule tun werden", bekräftigte Hermann Schmeink für die Bauverwaltung die offizielle Position der Stadt.

Eine Prüfung der möglichen Maßnahmen begrüßten auch Franz-Josef Demes (SPD und Erwin Plate (UWG). Marlies Bomers-Meiering (Bündnis 90/Die Grünen) regte an, gegebenenfalls die Arbeitsgruppen der Schule selbst einzubinden.

aus der Münsterland-Zeitung vom 1. Juli 2009

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