Das Sanierungspaket steht

STADTLOHN - Auch wenn es eine Steigerung der Kosten mit sich bringt: An einer weiter gehenden Sanierung der Herta-Lebenstein-Realschule in Stadtlohn führt kein Weg vorbei.

Am Dienstag hat der Bauausschuss dazu die Weichen gestellt: Das Gremium beschloss einen Prioritätenkatalog. Die dringlichsten Schritte sollen noch in diesem Jahr begonnen werden.

Dazu zählen brandschutztechnische Maßnahmen im Wert von 271.000 Euro, Schadstoffbeseitigung (106.000 Euro) und als weitere "dicke Brocken" die Sanierung der Wasserleitungen bis zur Kellergeschoss-Decke, veranschlagt mit 137.000 Euro, sowie die Sanierung des Heizsystems (ohne Heizkessel, der in die eigentliche energetische Sanierung fällt) ebenfalls bis zum Keller - Kostenpunkt 121.000 Euro.

Sanierung von Wasserleitungen und Heizsystem

Nicht ganz so dringlich, aber ebenfalls wichtig: die Maßnahmen im "Paket 2". Etwas später angepackt werden sollen die Sanierung von Wasserleitungen und Heizsystem im Kellergeschoss.

Für Diskussionen sorgte der teuerste Punkt: die Erneuerung der Lüftungsanlagen, die 340.000 Euro kosten würde. Dabei waren die Meinungen dazu anders verteilt, als es sonst in solchen Fällen schon mal üblich ist: Die Planer mahnten eher zur Zurückhaltung und wiesen darauf hin, dass mit einem geregelten Lüften der Klassenräume auch ausreichend viel erreicht werde.

Schwitzwasser-Gefahr

Viele Ausschussmitglieder sahen das anders. So trieb Josef Wansing (CDU) die Sorge um, dass der relativ dichte Betonbau nach der energetischen Sanierung zu viel Schwitzwasser ausbilde. Zudem seien beim manuellen Lüften die Schüler am Fenster beeinträchtigt: "Üblich sind heute bei Schulsanierungen dieser Art dezentrale Lüftungen." Auch Heinrich Brömmelhaus (UWG) hakte nach: "Reichen die einfachen Maßnahmen zur Lüftung wirklich aus?"

Und Franz-Josef Demes (SPD) unterstrich, dass es ohne eine "Erziehung zum Lüften" nicht klappen werde, wenn man auf den Einbau einer technischen Lösung verzichte. Planer Heiner Farwick meinte, dass eine Lüftungsanlage zwar das Optimum darstelle, das "herkömmliche" Lüften aber auch genüge. Dabei helfen soll eine "CO2"-Ampel: Sie leuchtet warnend auf, wenn die Luft verbraucht ist.

 

Beim Ortstermin vor der Sitzung ließ sich der Ausschuss die Problematik in der Herta-Lebenstein-Realschule erklären. (Foto: Thorsten Ohm)

aus der Münsterland Zeitung von 23. September 2010

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