Roboter-Team "Atomos" im Trainingslager

STADTLOHN/AHAUS. Absolute Roboter-Expeten sind acht Schüler und eine Schülerin der Herta-Lebenstein-Realschule Stadtlohn: Die Jugendlichen spielen in der First Lego League, und das sehr erfolgreich. Ihr neuestes Projekt: Das Team hat einen Blindenstock mit LED-Licht und Hupe entwickelt. Diesen stellen sie am kommenden Samstag beim Benelux-Finale der First Lego League in Kerkrade vor. Viel Zeit verbringen sie nun im "Trainingslager".

Mit gestrecktem Greifarm saust der kleine, graue Roboter über das Spielfeld. Er lässt den gebrochenen Knochen links liegen, rattert vorbei an den weißen und roten Blutkörperchen und wirft seine Ladung aufs Gehirn. Erst bei den bösen Zellen geht der Mini-Maschine im wahrsten Sinne des Wortes die Luft aus.„Jetzt muss ich erst mal pumpen. Bis man die drei Bar zusammen hat, das dauert etwas", meint Robin Krämer und füllt Luft in die sechs Antriebszylinder. Er ist der „Senior" im Roboter-Team „Atomos" und einer der Teammanager.

Seine Mitstreiter sind Ramòn van Almsick, Dominic Büscher, Karsten Kemper, Timo Schlattkamp, Niklas Heisters, Florian Doods und Daniel Wewers. Einzige Frau in der Runde ist Lea Mensing. Alle neun gehen zur Herta-Lebenstein-Realschule und sind absolute Roboter-Experten. Die Jugendlichen spielen in der First Lego League, und das sehr erfolgreich. Erst im vergangenen Dezember heimsten die Schüler in Oldenzaal/NL den ersten Platz bei einem internationalen Wettbewerb ein. Und die „Atomos" haben noch längst nicht genug. Coach und Techniklehrer Dietmar Kemper unterhält ein „Trainingslager" im heimischen Keller.

Thema "Biomedizin" umgesetzt

Oft treffen die Mannschaftsmitglieder sich nach der Schule bei ihm. „Ziel ist es, die Jungen und Mädchen für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern", erklärt Dietmar Kemper. Der engagierte Pädagoge wurde auch von der Begeisterung seiner Schützlinge angesteckt. Das Jahresthema für 2011 lautet „Biomedizin". Die Schüler haben sich auf den Themenkreis Blindheit spezialisiert und Gedanken gemacht, wie man Blinden das Leben erleichtern kann. „Wir waren auf einer Reha-Care-Messe und auch bei einem Blindessen in Südlohn", so Materialspezialist Karsten Kemper.

Das Team hat einen Blindenstock mit LED-Licht und Hupe entwickelt. Die öffentliche Vorstellung beim Blindenverein Bocholt-Borken war ein großer Erfolg. „Die fanden das richtig gut", bemerkt Lea Mensing. So wächst bei den jungen Menschen nicht nur das technische Verständnis, sondern auch die soziale Kompetenz. Davon ist Lehrer Dietmar Kemper überzeugt: „Wirtschaft und Unternehmen wissen teilweise gar nicht, was in Schülern steckt. Es zählt eben nicht immer nur das Zeugnis. Aber die Schule braucht dazu immer auch Unterstützung".

aus der Münsterland-Zeitung vom 21. Februar 2011

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