Vier Schritte brauchen zwei Jahre


Nahmen gemeinsam den Gang der Arbeiten in den Blick: Bürgermeister Helmut Könning (Mitte) zusammen mit Wolfram Höltken und Claudia Volbers vom Bauamt.

Stadtlohn - Das Wummern einer schweren Bohrmaschine hallt durch das leere Treppenhaus im Zentrum der Herta-Lebenstein-Realschule. Der stählerne Kopf frisst sich durch eine Zwischenwand - ein Handwerker bohrt gerade ein Loch für einen neuen Kabelschacht. Eine Filtermaske bedeckt seine Nase und seinen Mund. Weißer Staub hat sich wie ein feiner Film überall im Gebäudeinnern ausgebreitet.

Die Reinigungskräfte haben in den nächsten tagen alle Hände voll zu tun. Wenn am Mittwoch das neue Schuljahr beginnt, soll der gröbste Schmutz beseitigt sein - und auch der Lärm der Vorarbeiten ein Ende haben, der jetzt noch den tönenden Auftakt zu einer der größten Baustellen in Stadtlohn markiert: Zwei Jahre lang müssen Schulbetrieb und Sanierungsarbeiten miteinander klar kommen.

Genaue Planung

Damit das gelingen kann, haben sich alle Beteiligten um eine genaue Planung bemüht. Jetzt wird aus der Theorie Wirklichkeit: im ersten von vier großen Bauabschnitten. Die Stemmarbeiten für die neue Heizung laufen, ebenso die Vorbereitungen für die neuen sanitären Einrichtungen in dem sechs Klassenräume umfassenden Gebäudeteil im Erd- und im Obergeschoss der Schule. Die Baupläne stecken voller Details, die es zu beachten gilt - und manchmal gibt es auch kleine Überraschungen. „Nicht jede Leitung hat sich da befunden, wo sie eingezeichnet war", schmunzelt Claudia Volbers vom Bauamt der Stadt.

Was laut und schmutzig ist, soll bis zum Beginn des neuen Schuljahres über die Bühne gegangen sein. Während in den kommenden Monaten die sechs Klassenräume von Grund auf erneuert werden, daneben noch zusätzlich ein großes neues Behinderten-WC entsteht, büffeln die betroffenen Schüler im „Exil": entweder im Pfarrzentrum, oder im Schülercafé - beides nur einen Steinwurf entfernt. „Im Oktober kommen die Fenster", blickt Claudia Volbers voraus. Danach kommt die Fassade dran - zunächst im ersten Bauabschnitt. „Die Firma hätte das natürlich am liebsten in einem Rutsch gemacht."

Schrittweises Arbeiten

Doch für die Verantwortlichen war klar: Wenn der Schulbetrieb weiter laufen soll, können die Arbeiten am Baukörper nur schrittweise erfolgen. Denn anders als bei der Sanierung der Losbergschule besteht nur in einem begrenzten Umfang die Möglichkeit, Klassen vorübergehend auszusiedeln: Damals war ein Teil der Hauptschule in die Räume der Marienschule gezogen.

Vier Mal wird sich also in den nächsten zwei Jahren das gleiche Spiel wiederholen: Erst die Innenarbeiten, danach die neuen Fenster, zum Schluss der dazu gehörende Teil der Fassade und das Dach. Es wummert nicht zum letzten Mal laut durch die Schule.

aus der Münsterland-Zeitung vom 3. September 2011

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