Besichtigungen berühren

Schüler der Herta-Lebenstein-Realschule haben die KZ-Gedenkstätte Auschwitz besucht.

Stadtlohn - Zum zehnten Mal fand kürzlich die Gedenkstättenfahrt der Herta-Lebenstein-Realschule Stadtlohn nach Auschwitz statt. 36 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 nahmen mit drei Begleitern an dieser Fahrt teil.
Traditionell begann die Fahrt in Berlin mit dem Besuch der Villa am Wannsee - dort wurde 1942 die „Endlösung der Judenfrage" beschlossen, und der Besichtigung des Holocaust-Mahnmals. Es folgte ein mehrtägiger Aufenthalt in Auschwitz. Hier besuchten die Schüler die Synagoge und wurden mit dem jüdischen Glauben und der Geschichte der Juden im Ort Auschwitz vertraut gemacht. Die Besichtigungen des Stammlagers Auschwitz und des Lagers Birkenau hinterließen einen tiefen Eindruck.

Einen Höhepunkt der Fahrt bildete das Gespräch mit einem Zeitzeugen. Herr Brasse war Gefangener in Auschwitz und als gelernter Fotograf musste er unter anderem die registrierten Häftlinge fotografieren. Diese Begegnung brachte den Schülerinnen und Schülern neben den Führungen das Lagerleben sehr nah und beeindruckte sie sehr. Alle Eindrücke und Erfahrungen dieser Tage konnten im Anschluss in einem Workshop verarbeitet werden.

Einen weiteren Programmpunkt bildete der Besuch der Stadt Krakau. Land, Leute und polnische Kultur standen hier im Vordergrund. Die Rückfahrt fand in zwei Etappen statt. Sie wurde unterbrochen von einer Übernachtung im Kinderheim „Dom Dziecka Sobieradzik" in Wojcieszow (Schlesien), mit dem die Schule eine über 20-jährige Partnerschaft verbindet. Dort konnten Kontakte mit den polnischen Kindern geknüpft werden.
aus der Münsterland Zeitung vom 3. Dezember 2011

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