ZeitungsZeit: Schüler durften sich als Reporter betätigen

Die Vorbereitung auf den großen Schritt ins Berufsleben steht bei der Herta-Lebenstein-Realschule in Stadtlohn hoch im Kurs. Da passte es gut, sich an einem besonderen Wettbewerb zu beteiligen: Aufs Siegertreppchen geschafft hat es die Klasse 9b beim Projekt „ZeitungsZeit". Gemeinsam hatten das Handwerk und auch unser Medienhaus dazu aufgerufen, Beitrage zu verfassen. Das Motto lautete: „Rein in den Beruf - Reportagen zu regionalen Berufen". Die Schülerinnen Ines Heidemann und Hanna Schulz haben dazu dem Don-Bosco-Kindergarten einen Besuch abgestattet. Das Ergebnis drucken wir heute als Beitrag im Rahmen unserer Stadtlohner Berichterstattung ab.


Dem Yeti auf der Spur
Vielfältige Aufgaben einer Erzieherin verdeutlichen sich beim Besuch im Kindergarten

STADTLOHN. „Nicht die Plätzchen essen. Die sind für den Yeti!" Das war das erste, was die Kinder des Don-Bosco-Kindergartens Stadtlohn zu uns sagten. Alle Kinder waren total aufgeregt. Kein Grund für Christina König, die Leiterin des wilden Rudels, selbst unruhig zu werden. „Der Beruf ist sehr anspruchsvoll und actionreich."

Der Grund für die Aufregung der Kinder: Sie sahen die große schwarze Schnauze des Yeti. Das gefährliche Monster kam in den Kindergarten, weil es den Schnee so gern mochte, der das Freigelände mit einer weißen Decke überzogen hatte. Deswegen rollten wir mit den Kindern eine riesige Schneekugel auf den großen, rutschigen Berg. Ist der Yeti gut oder böse? Zeit zum winterlichen Freispiel, während die Erzieherinnen sich gerade noch im Gruppenraum um einige Kinder kümmern, die lieber im Warmen geblieben waren.
Draußen locken auf dem Freigelände die Schaukel, das Baumhaus oder das untergehende Piratenschiff. Das weckt bei uns Kindheitserinnerungen, und wir wünschten, wir wären wieder Kind in dem liebevoll eingerichteten Kindergarten. Auch die vier Gruppenräume sind ein Paradies für Kinder. Alles ist bunt, weihnachtlich und voller Liebe. Als wir die Waschräume sehen, fühlen wir uns wie bei den sieben Zwergen. Jeder Zwerg hat seinen eigenen Handtuchhaken mit Bild. Die Turnhalle mit dem Regenbogen an der Wand ist groß und geräumig, damit, die Kinder Platz haben, um ihre Fantasien ausleben zu können.

„Frischer Wind"

„Es kommt immer frischer Wind von vorne", sagt Christina König: „Es gibt aber auch Tiefpunkte. Aber sobald man das fröhliche, lebendige Lachen der Kinder hört, bereut man es nicht, den Beruf gewählt zu haben", obwohl man in dem Beruf nicht reich werden kann und in der schulisch organisierten Ausbildung auf eine Vergütung verzichten muss. Zwei bis vier Jahre dauert die Ausbildung zur Erzieherin, dabei können auch Zusatzqualifikationen erworben werden bis hin zum Hochschulstudium. Die Arbeit hat viele Seiten: „Dabei sind auch die Unterstützung und der Kontakt zu den Eltern wichtig. Wir versuchen, in die Fußstapfen des Don Bosco zu treten, um auch so hilfsbereit und freundlich zu sein wie er. Die Eltern können dem Kindergarten helfen, indem sie auf dem Adventsbasar fleißig kaufen." Alle Kinder, auch die unter drei, können bald den Kindergarten besuchen, denn die Vorbereitungen sind schon im Gange.
Als ich noch einen letzten Blick auf den Spielplatz werfe, ist der große Schneeball plötzlich verschwunden. Es könnte der Yeti gewesen sein, aber gesehen haben ich und die Kinder ihn nicht. Es wird immer ein Rätsel bleiben, wer den Schneeball gegessen hat.
Ines Heidemann und Hanna Schulz, Klasse 9b


Berufsorientierung gezielt fördern

STADTLOHN. Die „Zeitungs-Zeit NRW" ist eine Initiative der Landesregierung NRW in Zusammenarbeit mit dem Zeitungsverlegerverband NRW, den nordrhein-westfälischen Zeitungsverlagen, der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, weiteren Partnern und allen weiterführenden Schulen Nordrhein-Westfalens. Durchgeführt wird die Initiative durch den Westdeutschen Handwerkskammertag, finanziert durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), die Landesregierung sowie die beteiligten Zeitungsverlage in Nordrhein-Westfalen. „Zeitungs-Zeit" will die Berufsorientierung fördern, das unternehmerische Denken und Handeln sowie die Informationskompetenz der Schüler durch die Auseinandersetzung mit dem Medium Zeitung. Das Modul „Rein in den Beruf" stellt einen wichtigen Baustein des Projekts dar.
www.zeitungszeit-nrw.de

aus der Münsterland Zeitung vom 6. März 2013

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