Mit Geduld zum Erfolg

Bei der symbolischen Schlüsselübergabe (von links): Architekt Heiner Farwick, Bürgermeister Helmut Könning und Schulleiter Ludger Terfrüchte.

STADTLOHN - Den dicksten Applaus hatte sich Josef Balke verdient: Mit einer satirischen Glanzleistung schenkte er den Zuhörern ungewöhnliche und aufschlussreiche Einblicke rund um die Sanierung der Herta-Lebenstein-Realschule - einschließlich der langen Vorgeschichte.

Damit setzte der Konrektor den humoristischen Höhepunkt des Morgens. Den feierlichsten Moment markierte die symbolische Schlüsselübergabe durch den Architekten Heiner Farwick an Bürgermeister Helmut Könning und Schulleiter Ludger Terfrüchte.
„Sanierung endlich abgeschlossen" stand auf dem Blatt mit der Programmfolge. Ein Tenor, den viele Redner am Freitag aufgriffen. Lange, aber nicht zu lange, auch das verdeutlichte sich in den Wortbeiträgen: Die Aufteilung in einzelne Bauabschnitte hatte eine schnellere Durchführung nicht erlaubt.

Herausforderung bewältigt

Das Miteinander von Bauarbeiten und Schulbetrieb stellte alle Beteiligten vor manche Herausforderung, die es in den rund zwei Jahren zu meistern galt. „Erleichtert und dankbar" zeigte sich denn auch Terfrüchte. Seine Freude über das gelungene Werk sollten an diesem Morgen viele offizielle Gäste mit ihm teilen - für alle übrigen Interessierten öffnen sich die Türen der Schule übrigens am heutigen Samstag von 12 bis 17 Uhr zur Besichtigung.

Terfrüchte lobte das gute Zusammenspiel mit Bauleitung, Handwerkern und Stadt - letztere besonders in Gestalt von Claudia Volbers vom Bauamt. Der Schulleiter nutzte die Gelegenheit zudem zu einigen kritischen Anmerkungen zu den Strukturveränderungen, denen die Schullandschaft heute unterworfen sei.


Anstoß durch die Schüler

Bürgermeister Helmut Könning blickte zurück auf die mehrjährige Planungs- und Bauphase, die zum heutigen Ergebnis geführt habe. Besonders stellte er heraus, dass es Schüler waren, die den ersten Anstoß gegeben hatten. Sie trugen im Jahr 2008 im Bauausschuss vor, was sie in einer Energieanalyse ihres Schulgebäudes ermittelt hatten. Die Jugendlichen hätten viele Mängel aufgezeigt und erste Verbesserungsvorschläge entwickelt. Daraus entwickelte sich die umfassende energetische Sanierung, in deren Zuge auch anstehende Erneuerungen in den Klassen und Fachräumen stattfand.

Landesmittel flossen

Könning dankte für die Geduld, die alle Beteiligten bewiesen hätten - und er dankte der Bezirksregierung, die erhebliche Landesmittel bereit gestellt hatte für die insgesamt 5,7 Millionen Euro Finanzbedarf.

aus der Münsterland Zeitung vom 13. Juli 2013

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