Für den Ernstfall geprobt

Realistische Bedingungen verliehen den Trainings-Gesprächen
der Schüler große Authentizität. 

Stadtlohn - Gleich vier Tage in Folge stellte die Sparkasse in Stadtlohn ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, damit die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 der Herta-Lebenstein-Realschule Bewerbungsgespräche unter möglichst realistischen Bedingungen erproben konnten. Zudem wurden namhafte Unternehmen aus der Region gewonnen, deren Personalchefs die Gespräche führten und wertvolle Tipps gaben.

Zunächst hatten diese im Unterricht Bewerbungsunterlagen vorbereitet und das richtige Verhalten beim Bewerbungsgespräch geübt. Damit jeder Schüler ein Bewerbungsgespräch möglichst passend zu seinem Wunschberuf simulieren konnte, ordneten sich die Schüler dann vor Ort Betrieben aus verschiedenen Berufsfeldern zu. Im kaufmännischen Bereich standen hier das Logistikunternehmen SLC, die Barmer Ersatzkasse und der Chemiekonzern Evonik aus Marl zur Verfügung, für die eher technisch-handwerklich orientierten Schüler Schmitz Cargobull aus Vreden sowie Hülsta und Tenbrink aus Stadtlohn und die Versorgungsbetriebe SVS. „Bei einigen Gesprächen hatte ich schon das Gefühl, bei einem echten Bewerbungsgespräch zu sein", meint Maria Schneider, die als Verbundleiterin der Stadtlohner Kindergärten vor allem den Bereich der sozialen Berufe abdeckte.

Rückmeldungen bekamen die Schülerinnen und Schüler zu den Bewerbungsunterlagen, zur Körpersprache oder auch oder auch zur Frage nach der angemessenen Kleidung. Im Mittelpunkt standen aber sicherlich die gegebenen Antworten. „Vor dem Gespräch war ich total nervös", meint Pauline aus der Klasse 9a dazu. Vor allem die häufig gestellte Frage nach den persönlichen Stärken und Schwächen fanden viele schwer zu beantworten. Auch Zeugnisnoten waren selbstverständlich ein Thema. „So manch einer schätzt hier seine Lage völlig falsch ein", weiß Peter Pölling von der Firma Office Partner aus Gescher. „Es gibt immer wieder Bewerber, die ohne präzise Vorbereitung meinen, etwas Show machen zu können." Johannes Ebbing von der Stiftung Haus Hall fügt hinzu: „Ich finde es spannend zu sehen, dass viele Schüler schon genaue Vorstellung über ihre berufliche Zukunft haben. Für andere stellt das Bewerbungstraining einen guten Startschuss dar, da sie nun feststellen, dass es langsam ernst wird."

Das Fazit der beteiligten Schüler fiel positiv aus. „Jetzt weiß ich, worauf ich noch genauer achten und was ich noch besser machen muss", meint Viktoria aus der Klasse 9d stellvertretend für ihre Klassenkameraden.

aus der Münsterland Zeitung vom 28. Mai 2014

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