Aktion Toter Winkel - Sehen, dass man nichts sieht

Laurenz sitzt auf dem Fahrersitz des Bullis und schaut in den rechten Außenspiegel. „Nichts", stellt der Junge fest. „überhaupt nichts. Ich kann keinen sehen." Dabei haben sich alle seine Klassenkameraden direkt neben dem Fahrzeug postiert. Aber: Die Kinder stehen im toten Winkel.
Und wie schnell der zum Verhängnis werden kann, lernen die Fünftklässler der Herta-Lebenstein-Realschule in dieser Woche im Rahmen der Verkehrserziehung. Josef Rickers von der Kreispolizeibehörde Borken ist an drei Tagen zu Gast und schult die Kinder.
Vom toten Winkel haben die Fünftklässler schon einmal gehört. Was das aber genau bedeutet, sollen sie in dieser Unterrichtseinheit erfahren. So lernen sie etwa, dass es nicht nur einen, sondern gleich vier tote Winkel an einem Fahrzeug gibt. Und das nicht nur an einem Lkw, sondern auch an einem Trecker, einem Bulli oder einem ganz normalen Auto, wie Mama und Papa es fahren. „Das wissen viele Erwachsene nicht einmal", stellt Josef Rickers fest.
Die Probe aufs Exempel - jeder Schüler darf einmal auf den Sitz des Bullis klettern - zeigt dann auch: Als Fahrer hat man keine Chance, einen Radler, der rechts neben einem unterwegs ist, zu erkennen. Was passieren kann, wenn der Wagen nun trotzdem nach rechts abbiegt - das Szenario können sich die Schüler lebhaft vorstellen.
Und da hilft nur eins: Anhalten, auch wenn man Vorfahrt hat!

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