„Die gefährlichste Reise der Welt“

Aus seinem Buch „Train Kids“ las Autor Dirk Reinhardt den Schülern der Herta-Lebenstein-Realschule vor. Foto HLR

Stadtlohn. „Train Kids" nennt der Autor Dirk Reinhardt die Jugendlichen, die aus den verarmten Ländern Mittelamerikas auf Zügen versuchen, durch Mexiko in die USA zu fliehen. Welche Hoffnungen und Ängste sie dazu treibt, durften die Jungen und Mädchen der siebten Klassen der Herta-Lebenstein-Realschule am vergangenen Mittwoch erleben.
Gespannt lauschten die Schülerinnen und Schüler, wie die Helden des Jugendromans unter Lebensgefahr auf fahrende Güterzüge aufspringen, wie sie von korrupten Polizisten brutal gejagt und ausgeraubt werden, dabei aber nie die Hoffnung aufgeben, um am Ende ihrer Reise ein besseres Leben zu finden.
Dass es sich hierbei nicht um eine rein erfundene Geschichte handelt, sondern um bittere Realität, konnte der Autor den Kindern eindrucksvoll vermitteln. Er selbst hat in Mexiko recherchiert und konnte einigen der „Train Kids" ihre Geschichten entlocken. Ihre Flucht gehört nach Ansicht von Amnesty International zu den „gefährlichsten Reisen der Welt".
Bei der Fragerunde zeigten die Schüler große Betroffenheit am Schicksal der Flüchtlinge und Interesse an den Recherchearbeiten. Eines ließ der Autor allerdings offen: Um zu erfahren, ob und wie die Romanhelden ihr Wagnis überstehen, dazu müssen die „Hertaner" wohl selbst das Buch in die Hand nehmen.

aus der Münsterland Zeitung vom 11. Februar 2020

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