Schulstart ist gelungen

Die Digitalisierung wird durch die Corona-Krise auch in den Schulen weiter forciert. Andreas Walde, Lehrer an der Herta-Lebenstein-Realschule in Stadtlohn,
unterrichtet seine Schüler aktuell per Videokonferenz. Fotos: Michael Schley

Die aktuellen Lockerungen im Zuge der Corona-Krise betreffen auch das Schulleben. Seit Donnerstag sind die ersten Schüler in Nordrhein-Westfalen wieder im Unterricht, für Schulen, Lehrer und Schüler eine besondere Herausforderung. Und was bringt die weitere Entwicklung? Wie haben in einigen Schulen einmal nachgehört, wie der Start gelungen ist. Kreis Borken Nach fünf Wochen sind die weiterführenden Schulen wieder geöffnet, vorerst jedoch nur für die Entlassjahrgänge, um sich auf die bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten. Organisatorisch gab es für die Schulen viele Dinge zu berücksichtigen in Sachen Lerngruppenstärke, Hygieneplanung oder auch Abstandswahrung, die Abläufe sind nun besondere. Dazu erhielten die vier Zehnerklassen an der Herta-Lebenstein-Realschule in Stadtlohn vorab ein Handout mit den aktuell geltenden Schutzmaßnahmen. „Verhalten, aber gut." So beschreibt Stefan Wichmann, Schulleiter der Schule, den Auftakt. Das Verhalten der Schüler spiegele schon die besonderen Umstände wider. „Man muss sich vorstellen, alle fiebern über Jahre auf ihren Abschluss hin und dann sind auf den letzten Metern die Rahmenbedingungen ganz andere. Alles ist anders in der Schule." Die Kernfächer könnten durchgehend durch Fachlehrer besetzt werden: „Das müssen wir auch sicherstellen können, dafür haben wir einen Lehrauftrag." Das gute Lernkonzept habe sich auch digital bewährt: „Davon haben Lehrer wie Schüler in den schwierigen Wochen profitiert." Natürlich sei die Freude über soziale Kontakt spürbar, aber bei allem dürfe man die Gefahren nicht unterschätzen. Zur Minimierung dieser sei in Stadtlohn die Unterstützung durch den Schulträger sehr gut gewesen. Dass man auch die gesteckten Ziele gemeinsam erreichen werde, das traue er der „tollen Schülerschaft" uneingeschränkt zu.

Stefan Wichmann präsentiert die Pflicht zur Handdesinfektion
beim Betreten des Unterrichtsraumes

(...) Wie soll es weitergehen? Sollte die Entwicklung der Infektionsraten es zulassen, dann sollen die Schulen schrittweise ab dem 4. Mai weiter geöffnet werden - zunächst für die Schüler der Jahrgangsstufe 4, teilt das Land NRW mit. „Wir sollen am 1. Mai eine Rückmeldung erhalten", ergänzt Stefan Wichmann.

Unterricht in der Aula der Herta-Lebenstein-Realschule: Vor dem Schulstart
erhielt jeder Schüler der vier zehnten Klassen ein Handout mit den nun
geltenden Schutzmaßnahmen im Unterrichtsgebäude. 

aus der Wochenpost vom 29.4.2020

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