Der Schulsanitätsdienst
Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe können an unserer Schule im Rahmen einer AG einen Erste-Hilfe-Kurs belegen und sich zur Schulsanitäterin oder zum Schulsanitäter ausbilden lassen.
Ihren Dienst treten sie in der 9. Jahrgangsstufe als EBA-Kurs an. Es gibt einen festen Treffpunkt auf dem Schulhof, an dem die Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter in den großen Pausen zu finden sind.
Aufgaben
Der Schulsanitätsdienst stellt die „Erste-Hilfe“-Leistung und die entsprechende Betreuung der SchülerInnen (und auch der LehrerInnen und aller anderen Personen) während des Schulalltags sicher, wobei es sich glücklicherweise fast immer um nicht allzu schwerwiegende „Notfälle“ handelt, wie z.B. Schürf- und Schnittwunden, Beulen, Nasenbluten, Kopf- und Bauchschmerzen oder verstauchte Gelenke.
Bei Verletzungen, die einer weiteren Behandlung bedürfen, informieren die SchulsanitäterInnen LehrerInnen, das Sekretariat oder die Eltern und begleiten bei weiteren Hilfemaßnahmen.
Auch bei besonderen Schulveranstaltungen wie Bundesjugendspielen oder Sportspieletagen ist der Schulsanitätsdienst im Einsatz.
„Prüfen, Rufen, Drücken“ - Herzdruckmassage an der Herta
Aktionstage zur Wiederbelebung
Der Schulsanitätsdienst der Herta-Lebenstein-Realschule führt in jedem Schuljahr zwei Aktionstage zur Wiederbelebung durch, in denen alle Schülerinnen und Schüler von Klasse 5 bis 9 das richtige Verhalten im Falle eines Herzstillstandes nahegebracht wird.
Ein Herzstillstand unterbricht die Sauerstoffversorgung des Gehirns, und innerhalb von fünf Minuten kann es zu Hirnschäden kommen, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, um dem Betroffenen zu helfen. Der effektivste Weg, um Hirnschäden vorzubeugen, besteht darin, die Sauerstoffversorgung wiederherzustellen, indem sofort mit grundlegenden lebenserhaltenden Maßnahmen begonnen wird. Wenn Umstehende mit den grundlegenden lebenserhaltenden Maßnahmen beginnen und diese fortsetzen können, bis der Rettungsdienst eintrifft, erhöhen sich die Überlebenschancen und die Vermeidung langfristiger Hirnschäden erheblich. Nach dem Prinzip ‚Prüfen, Rufen, Drücken’ können Kinder und Jugendliche bei der Unterstützung von Patienten mit Herzstillstand eine wichtige Rolle spielen. Zunächst ist zu prüfen, ob der Betroffene noch ansprechbar ist oder noch normal atmet. Dann sollte der Rettungsdienst gerufen und sofort mit der Herzdruckmassage begonnen werden. Diese sorgt dafür, dass das Blut weiter zirkuliert und die Organe mit Sauerstoff versorgt bis der Rettungsdienst eintrifft.
Nach einer anschaulichen Darstellung der Wichtigkeit eines solchen Handelns durch die Schülerinnen des Schulsanitätsdienstes probieren alle Schülerinnen und Schüler an Reanimationspuppen die kennen gelernten Techniken aus und können somit Sicherheit für einen möglichen Ernstfall gewinnen.