Hilfe für "Stadtlohn hilft"

Die ersten Schritte sind gemacht: Schüler, Lehrer und die Projektpaten von der Stiftung "Aktive Bürger" haben sich getroffen, um ein Resümee der ersten fünf Wochen zu ziehen. (Foto: MZ)

STADTLOHN. Eine gute Idee braucht nicht nur Begeisterte, sondern auch Menschen, die der Umsetzung auf die Sprünge helfen. Beim Projekt „Stadtlohn hilft" der Herta-Lebenstein-Realschule haben engagierte Jugendliche und die „Stiftung Aktive Bürger" zusammengefunden.
Das Projekt ist Bestandteil des erweiterte Bildungsangebots (EBA) der Herta-Lebenstein-Realschule. „Stadtlohn hilft" basiert auf einer Idee von Erwin Hülscher. Der Unternehmer war mit dabei, als die Projektgruppe in der Schulmensa nach fünf Wochen ihre ersten Arbeitsergebnisse vorstellte. „Es ist toll, dass die Idee auf fruchtbaren Boden gefallen ist", freute sich Hülscher. Er wünschte sich das Projekt als Dauerinstrument mit Wertigkeit.
Ziel von „Stadtlohn hilft" ist es, sozial engagierten Gruppen im Stadtgebiet ein gemeinsames Internetportal zu geben. So lassen sich auch kleinere Vereine von potenziellen Spendern einfacher finden. „Es soll nicht unbedingt um die großen Aktionen gehen, sondern eher um die kleinen, und um einzelne Menschen, die sich engagieren", erklärte Lehrerin Britta Laumann.

Bei den Realschülern war die Idee sofort sehr beliebt. „Als dieses EBA-Angebot vorgestellt wurde, gab es einen richtigen Run darauf, erzählte Ludger Terfrüchte. Mit dem ehemaligen Rektor hat sich die Gruppe einen erfahrenen Projektkoordinator ins Boot geholt. Um die finanziellen Aspekte kümmert sich die „Stiftung Aktive Bürger". Erwin Hülscher, der gleichzeitig Ideengeber und Stiftungskurator ist, hatte auf den EBA-Kurs aufmerksam gemacht. Vorstandsvorsitzende Elisabeth Hüls und die Vorstandsmitglieder Christian Rotherm und Silvia Frechen möchten den Schülern bei der Umsetzung unter die Arme greifen. „Ich denke, ich sehe das Pflänzchen wachsen, und wir können ein wenig Gießkanne spielen", bemerkte Hüls.
In den ersten Wochen, in denen das Projekt jetzt läuft, hat die Schülergruppe sich fünf Arbeitsschritte überlegt und einen detaillierten Fragebogen ausgearbeitet. Ganz wichtig dabei war die Suche im Netz. „Wir haben bei unserer Recherche festgestellt, dass die Internetseiten vieler Organisationen nicht ansprechend sind", fassten die Schüler bei der Projektvorstellung zusammen.
Sie möchten auf ihrer Internetseite ein buntes Angebot erstellen, das Informationen auf den Punkt bringt und Transparenz schafft. Doch nicht nur den caritativen Verbänden nützt „Stadtlohn hilft". Auch die Jugendlichen bringt die Aktion weiter. „Wir nutzen das auch als Training", erklärte Rektor Stefan Wichmann den praktischen Nebeneffekt des Projekts. Die Schüler haben Gelegenheit, einen kritischen Blick auf sich selbst zu wagen.
Nach einem ersten Interview mit der Vertreterin einer Hilfsaktion reflektierten die Zehntklässler ihr eigenes Auftreten und überlegten, was sie beim nächsten Interview besser machen können.

aus der Münsterland Zeitung vom 2. Oktober 2014

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