Besuch im Lager Auschwitz ging unter die Haut

Die Gedenkstättenfahrt der Herta-Lebenstein-Realschule
fand bereits zum 20. Mal statt.

Stadtlohn. Zum bereits 20. Mal fand die Gedenkstättenfahrt der Herta-Lebenstein-Realschule statt.
35 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe neun nahmen an der beeindruckenden Gedenkstättenfahrt teil. Das schreibt die Schule in einer Pressemitteilung.
Traditionell begann der besondere Geschichtsunterricht mit dem Besuch der Villa am Wannsee in Berlin, wo 1942 die sogenannte „Endlösung der Judenfrage" organisiert wurde. Neben einem Besuch am Kurfürstendamm stand auch die Besichtigung des Holocaust-Mahnmals auf dem Programm.
Wie konsequent und grausam der Beschluss der Wannseekonferenz umgesetzt wurde, davon konnte man sich in Auschwitz bei Führungen im sogenannten Stammlager und im Vernichtungslager Birkenau überzeugen. „Die dort zu besichtigenden Zeugnisse des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte gingen unter die Haut und hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Bei einem Besuch im Archiv erfuhren die Schüler zudem, wie aufwendig und gleichzeitig wichtig es ist, die zahlreich hinterlassenen Dokumente zu erhalten", berichten die Organisatoren der Fahrt.
Der Besuch der Stadt Krakau mit dem Krönungsschloss der polnischen Könige und der malerischen Altstadt schaffte eine Abwechslung von den erdrückenden Bildern. Er ließ die Schüler gleichzeitig aber auch einen Einblick in das heutige, moderne Polen gewinnen. Zudem besuchten die Schüler die wiedererrichtete Synagoge in Auschwitz, wo sie mit dem jüdischen Glauben vertraut gemacht wurden.
Die Rückfahrt wurde unterbrochen von einer Übernachtung im Kinderheim „Dom Dziecka Sobieradzik" in Wojcieszów (Schlesien), mit dem die Schule eine über 30-jährige Partnerschaft verbindet.

aus der Münsterland Zeitung vom 22. Oktober 2021

© 2018 Herta-Lebenstein-Realschule - Burgstr. 38-42 - 48703 Stadtlohn